Remigranten im DaF-Unterricht

21.10.11, 22:12:37 von poseidon
Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz wäre ohne den Beitrag der Arbeitsmigranten nicht möglich gewesen. Millionen Menschen sind in den Norden ausgewandert, auch aus Italien, Spanien und Portugal. 1955 trat das deutsch-italienische Anwerbeabkommen in Kraft, 1960 das deutsch-spanische und 1964 das deutsch-portugiesische.


Heute studieren viele Studenten an südeuropäischen Hochschulen, die in deutschsprachigen Ländern aufgewachsen sind. Ihre Deutschkenntnisse entsprechen oft den Niveaustufen C1/C2. In Portugal gehört es zum Unterrichtsalltag Studenten zu betreuen, die in Deutschland, der Schweiz oder Luxemburg den Grossteil ihres Lebens verbracht haben.


Wie kaum ein anderes Land Europas wurde Portugal von einer Auswanderungswelle geprägt, zwischen 1960-1974 haben rund 1,5 Millionen Portugiesen das Land verlassen - und das bei einer Gesamtbevölkerung von gut 10 Millionen. So haben rund 20% der Einwohner Luxemburgs portugiesische Wurzeln.

In vielen portugiesischen Städten findet man Denkmälern, die den Auswanderern gewidmet sind.

Denkmal in der nordportugiesischen Kleinstadt Tarouca:


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Ein interessantes Infoportal zur Jugendsprache in urbanen Wohngebieten mit hohem Migrantenanteil ist "kiezdeutsch".
KIEZDEUTSCH

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