Krankenpfleger und Ärzte auf dem Weg nach Norden

07.04.14, 15:05:19 von poseidon
Viele Krankenpfleger und inzwischen auch Ärzte sehen in Südeuropa keine berufliche Perspektive. In Deutschland und der Schweiz wird über einen Pflegenotstand gesprochen. So ist es nicht verwunderlich, dass man in deutschen und schweizer Krankenhäusern immer häufiger von Krankenpflegern und Ärzten aus Italien, Portugal und Spanien behanddelt wird.
Um als Krankenpfleger in Deutschland arbeiten zu dürfen, muss man in den meisten Bundesländern das Sprachniveau B2 vorweisen, als Arzt ist das Niveau C1 vorgeschrieben. Gute Deutschkenntnisse sind also Voraussetzung um in Deutschland in einem Krankenhaus oder einem Pflegeheim arbeiten zu dürfen.

Deutsche Kliniken oder auch Arbeitsvermittlungsagenturen suchen inzwischen in Südeuropa nach geeignetem Personal. Sprachkurse für Pflegekräfte oder Ärzte gibt es in vielen südeuropäischen Städten, angeboten werden diese Kurse oft von Goethe-Instituten, Handelskammern oder privaten Sprachschulen, finanziert werden sie in der Regel von deutschen Kliniken. Oft findet die erste Phase des Sprachunterrichts in den jeweiligen Heimatländern statt, die zweite Phase dann in Deutschland.


Hier Informationen bzw. ein kleiner Pressespiegel zum Thema:

Nicht nur Krankenpfleger aus Süd-oder Osteuropa machen sich auf den Weg nach Deutschland. Auch Pflegekräfte aus China oder den Philippinen werden von deutschen Kliniken angeworben. In der taz vom 5.März 2015 wird eine philippinische Krankenpflegerin porträtiert, die in Deutschland arbeiten wird.
TAZ

Helena Rodrigues arbeitet inzwischen seit drei in Sindelfingen als Krankenpflegerin - und möchte nicht mehr nach Portugal zurück. In einem Interview in der Stuttgarter Zeitung vom 23.Februar 2015 spricht sie über ihre Erfahrungen.
STUTTGARTERZEITUNG

Viele Krankenpfleger aus Südeuropa klagen über miese Arbeitsbedingungen in Deutschland - in dem Beitrag "Zu Gast bei Ausbeutern" beschäftigt sich die Süddeutsche Zeitung am 27.Oktober 2014 mit diesem Thema.
SUEDDEUTSCHEZEITUNG

Über Probleme bei der Integration von Pflegern berichtet die Stuttgarter Zeitung am 14.August 2014.
STUTTGARTERZEITUNG

Immer mehr Ärzte aus Südeuropa arbeiten in deutschen Krankenhäusern. Am 4.Juli 2014 erscheint im Spiegel ein Artikel über spanische Ärzte, die im ostfriesischen Leer arbeiten.
SPIEGEL

"Knebelverträge für ausländische Pfleger" - so lautet ein Artikel der Deutschen Welle vom 22.Juni 2014, in dem die schwierige Situation vieler südeuropäischer Pfleger in Deutschland geschildert wird.
DEUTSCHEWELLE

Immer mehr Ärzte aus dem Ausland arbeiten in Deutschland. So haben am Krankenhaus in Hoyerswerda 40% der Mediziner keinen deutschen Pass. Die taz vom 23.April 2014 beschäftigt sich mit dem Ärztemangel in Deutschland am Beispiel Hoyerswerda:
TAZ

Am 24.Januar 2014 berichtet die Ärztezeitung darüber, dass in Thüringen jeder dritte ausländische Arzt den obligatorischen Sprachtest im ersten Anlauf nicht bestanden hat. Im Jahr 2013 sind in Thüringen von 136 Ärzten 50 durchgefallen. Viele der Kandidaten, die den ersten Test nicht bestanden haben, konnten jedoch im zweiten Anlauf eine erfolgreiche Prüfung ablegen.
ÄRZTEZEITUNG

Auf der portugiesische Webseite "Emprego Saúde" wird am 16.September 2013 der Krankenpfleger João Dias interviewt, der nach Deutschland ausgewandert ist und dort als Pfleger arbeitet.
EMPREGOSAÚDE

"Stolpersteine für Pflegkräfte aus Spanien" - so lautet am 6.September 2013 die Überschrift eines Beitrags in der Bietigheimer Zeitung. In Krankenhäusern und Pflegeheimen dieser Regiom arbeiten immer mehr Krankenpfleger und Pflegekräfte aus Südeuropa.
BIETIGHEIMERZEITUNG

Der WDR strahlt am 3.August 2013 in der Lokalzeit aus Düsseldorf einen Beitrag über eine spanische Krankenpflegerin aus, die in einem Düsseldorfer Krankenhaus arbeitet.







Beim Testanbieter TELC werden Qualifizierungskurse für Deutsch Medizin/Pflege angeboten.
TELC

Auf der Webseite des Goethe-Instituts wird ein Artikel unter der Überschrift "Ausländische Fachkräfte: Gekommen, um zu pflegen" veröffentlicht, der am 14.Februar 2013 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien.
GOETHEFAZ

Krankenpfleger aus Portugal werden bereits an Goethe-Instituten ihres Heimatlandes auf ihre Arbeit an Frankfurter Kliniken vorbereitet. Dort bekommen sie unbefristete Arbeitsverträge. Am 15.Mai 2012 berichtet zoomin.tv über dieses Modell.






"Sehnsucht nach Schwaben" - Pflegekräfte aus Portugal werden bereits in Portugal angeworben. Am 26.März 2012 erscheint dazu im Spiegel ein Artikel:
SPIEGEL

Im Raum Stuttgart fehlen Pflegefachkräfte. Die Stuttgarter Zeitung berichtet am 20.Mai 2012 über Pflegekräfte aus Portugal, die bald in Pflegeeinrichtungen der Region arbeiten werden:
STUTTGARTERZEITUNG

Immer mehr Pfegekräfte aus Spanien, Italien und Portugal arbeiten in Deutschland. Spanische Pflegekräfte in Bayern - darüber berichtet der Spiegel am 16.Februar 2013.
SPIEGEL

Krankenpfleger aus Portugal und Italien, die auf ihre Tätigkeit an Kliniken im Stuttgarter Raum vorbereitet werden. Mehr dazu findet man auf der Webseite des Klinikverbundes Südwest:
KLINIKVERBANDSUEDWEST

"Helena hat für jeden ein Lächeln" - die Stuttgarter Zeitung berichtet am 1.Dezember 2012 über Pflegekräfte aus Portugal und Italien, die für den Klinikverbund Südwest in Sindelfingen arbeiten.
STUTTGARTERZEITUNG

Deutsche Kliniken sind interessiert an Pflegepersonal aus Portugal. EURES, das europäische Portal zur beruflichen Mobilität, berichtet darüber auf seiner Webseite:
EURES

Auch immer mehr Ärzte aus dem Ausland arbeiten in Deutschland. So kamen im Jahr 2011 und in der ersten Hälfte des Jahres 2012 in den Kliniken Westfalen-Lippes 46% der neu angestellten Assistenzärzte aus dem Ausland. Doch mangelnde Deutschkenntnisse erschweren ausländischen Ärzten den Berufseinstieg. Mit diesem Thema befasst sich am 4.Januar 2013 die Neue Westfälische Zeitung:
NEUEWESTFÄLISCHE

Immer mehr ausländische Ärzte arbeiten in Deutschland. Mangelnde Sprachkenntnisse sind jedoch oft ein Problem. Spiegel-Online berichtet am 7.September 2013 über dieses Thema.
SPIEGEL


Veranstaltung vom 16.Oktober 2013 zu "Berufsperspektiven in Deutschland" für Krankenpflegestudenten an der Universidade de Trás-os-Montes e Alto Douro (UTAD):

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