Tagungen, Konferenzen, Fortbildungen und Mitteilungen

04.02.14, 14:23:53 von poseidon
Tagungen, Konferenzen und Fortbildungen zum Thema "DaF in Südeuropa" - hier erfährt ihr mehr!

17.-20.September 2014 in Dresden: DAAD-Germanistentagung unter dem Titel „Paradigmen einer aktuellen Germanistik in Spanien und Portugal". Die Poseidon wird mit an Bord sein.

Vom 21.-23.Juli 2014 trafen sich die Poseidon-Mitglieder in Vila Real.
Vom 5.-7.Februar 2014 trafen sich die Poseidon-Mitglieder zu einem Arbeitstreffen in Madrid.
Vom 28.-30.Juni 2013 trafen sich die Poseidon-Mitglieder zu einem Arbeitstreffen in Bologna.

Vom 18.-21.Juni 2014 fand in Salamanca ein vom DAAD organisiertes Treffen der Deutschlektoren in Portugal und Spanien statt. Die Poseidon hat dort über ihre Arbeit berichtet.

26.-28.Juni 2014 in Nebrija/Madrid: II.Kongress für Angewandte Linguistik und Fremdsprachendidaktik an der Universität Nebrija // II. Congreso Internacional Nebrija en Lingüística Aplicada a la Enseñanza de Lenguas. Die Poseidon war mit einem Poster vertreten.

12.-14.September 2013: 8.Internationale Tagung des Dachverbandes der spanischen Deutschlehrer-und Germanistenverbände FAGE in Sevilla. Die Poseidon hat bei der Tagung seine Arbeit vorgestellt.
Mehr Informationen: FAGESEVILLA

25.-27.Juni 2012 in Barcelona (Universitat Pompeu Fabra/UPF): Treffen der Lektorinnen und Lektoren in Spanien und Portugal. Im Rahmen des Treffens stellten Christiane Lebsanft (Madrid), Christoph Ehlers (Sevilla) und Michael Laub (Vila Real) das Poseidon-Netzwerk am 25.Juni vor.

Plakat an der Universitat Pompeu Fabra:

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22.-23.Februar 2013: Nationale Tagung des Portugiesischen Deutschlehrerverbandes APPA in Lissabon
Mehr Informationen: APPA

Am 2.März 2013 fand in Porto ein Treffen der GLAUP (Deutschlektoren-AG Portugal) statt.

Am 31.Mai 2013 fand in Porto das Treffen des "Netzwerkes Deutsch" statt.

3.-5.Juli 2013: ACLES-Kongress in Girona. Thema der Veranstaltung: "Neue Herausforderungen für Universitäre Sprachenzentren: Qualitätssicherung"/ "Nuevos retos paro los centros de lenguas:
estándares de calidad"
Mehr Informationen: ACLES

29.Juli-3.August 2013: Internationale Deutschlehrertagung (IDT) in Bozen
Mehr Informationen: IDTBOZEN2013

Deutsch als Fachsprache - Jura in Coimbra

13.02.12, 20:12:05 von poseidon
Immer mehr Deutschlerner möchten den Fremdsprachenerwerb mit der Fachsprache ihres Studiengangs oder Berufs verbinden. So werden verstärkt Sprachkurse angeboten, die dem Rechnung tragen. Inzwischen gibt es Deutschkurse für Krankenpfleger, Ingenieure oder Politologen. In vielen Tourismus-Studiengängen werden Sprachkurse angeboten, die auf den Berufsalltag vorbereiten.
Gerade in Krisenzeiten, in denen viele junge Italiener, Spanier und Portugiesen berufliche Perspektiven in deutschsprachigen Ländern suchen, nimmt die Bedeutung des Fachsprachenunterrichts zu.
Das Thema Fachsprachenunterricht wird somit auch bei unserer Netzwerk-Arbeit breiten Raum einnehmen. Welche Fachsprachenkurse gibt es in Italien, Spanien und Portugal? Werden diese Kurse in Sprachenzentren angeboten oder sind das Kurse, die fest in Studiengängen verankert sind? Welche Lehrmaterialien gibt es? Viele Fragen, wir werden Antworten suchen.

Eine lange Tradition haben Deutschkurse für angehende Juristen an der Universität Coimbra. Das Poseidon-Mitglied Bernd Speidel (Universität Coimbra) unterrichtet dort seit vielen Jahren DaF-Fachsprachenkurse für Juristen. Hier folgt sein Beitrag zur Deutschen Rechtssprache in Coimbra.


Recht ist ist in erster Linie nationales Recht. Lehre und Studium der Rechtswissenschaft beziehen sich vor allem auf das eigene Recht, und die Adressaten von wissenschaftlichen Arbeiten sind vor allem nationale Leser. Während in anderen Wissenschaften die Internationalisierung der Forschung dazu geführt hat, dass das Englische andere europäische Sprachen verdrängt, trifft dies in der Rechtswissenschaft bestenfalls auf Teilbereiche zu. Wer sich über das Recht und den Diskussionsstand der Lehre eines anderssprachigen Landes eingehend informieren möchte, muss grundsätzlich diese andere Sprache sehr gut lesen können.

Hinzu kommt, dass angloamerikanische Rechtstraditionen sich von kontinentaleuropäischen zwar nicht grundsätzlich, so doch genügend stark unterscheiden, dass es auch heute noch üblich ist, von "Rechtsfamilien" zu sprechen. Innerhalb der kontinentaleuropäischen Rechtsfamilie kommt der deutschen Rechtswissenschaft eine traditionell herausragende Rolle zu. So mancher "Klassiker" der deutschen Rechtswissenschaft mag in romanische Sprachen übersetzt vorliegen. Wer jedoch aktuelle Diskussionen verfolgen möchte, kommt nicht umhin, auf deutsche Veröffentlichungen zurückzugreifen. Nicht nur von portugiesischsprachigen Forschern, auch von spanischen und italienischen Juristen hört man, wie wichtig die deutsche Lehre - und damit die deutsche Sprache - gerade für ihr Fachgebiet sei. Und viele Professoren überraschen mit ausgezeichneten Deutschkenntnissen.

In Zeiten, in denen sich das Studium noch mehr an einem wissenschaftlichen Fachkanon ausrichtete, waren in Portugal Deutschkenntnisse, neben Latein, sogar Voraussetzung für das Jurastudium! Was vor 50 Jahren noch ganz selbstverständlich akzeptiert wurde, wirkt heutzutage angesichts eines Curriculums, das sich durch die juristische Berufspraxis rechtfertigen soll, eher schrullig. So befindet sich mancher Doktorand das erste Mal vor der Notwendigkeit, deutsche Texte lesen zu müssen, wenn er bereits in seinen Forschungsarbeiten fortgeschritten ist und erkennen muss: die etablierte Rechtswissenschaft hält nach wie vor die Information über den Diskussionsstand in Deutschland auf den verschiedensten Rechtsgebieten für unerlässlich, und ohne die Rezeption der deutschsprachigen Literatur des jeweiligen Fachgebietes verdient die Dissertation nicht ihren Namen.

Die zur Verfügung stehenden Deutschkurse setzen aber nicht bei der Lesefertigkeit an, sondern reproduzieren, so weit wie möglich, natürliche Sprachenlernprozesse. Hören und Sprechen stehen im Anfängerunterricht regelmäβig im Vordergrund. Der hoffnungsvolle Doktorand sieht seine Zeit in einem solchen Kurs dahinschwinden, denn er muss ja jetzt, sofort! seine Bibliographie zusammenstellen. Damit sind die Bedürfnisse unseres Zielpublikums umrissen.
Der erste Lesekurs für Rechtswissenschaftler an der Uni Coimbra fand 1990 statt und ging auf eine Initiative des damaligen DAAD-Lektors Hans-Werner Huneke zurück. Wir gingen davon aus, dass es möglich sein müsste, innerhalb weniger Monate so weit in der Lesefertigkeit von Texten des Fachgebietes zu kommen, dass der sinnvolle Einschluss deutschsprachiger Fachliteratur in die Forschungsarbeiten möglich wird. Die Methode arbeitet von Anfang an mit authentischen Fachtexten. Der Spezialist kann nämlich, bei gegebenem Kontext, den Inhalt relativ leicht (wieder)erkennen, denn die Organisation des Rechts und des juristischen Denkens mögen zwar von der Welt des Durchschittsbürgers entfernt liegen, aber sie gleichen sich international zum Teil bis in überraschende Einzelheiten hinein. So wird es möglich, sich von Anfang an auf eine Lesegrammatik zu konzentrieren, die thematisiert, was in normalen Deutschkursen kaum oder erst in einem weit fortgeschrittenem Stadium geübt wird - jene Strukturen eben, die gerade in wissenschaftlichen Fachtexten häufig sind, ansonsten aber eher selten gebraucht werden.
Zugegeben, mit Doktoranden der Rechtwissenschaft ist eine gewisse Vorauswahl getroffen, eine Elite, die - zumal meist hochmotiviert durch die "Todesangst" vor einer ohne deutsche Titel in der Bibliographie entwerteten Dissertation - dem Lehrer die Arbeit erleichtert. Und dennoch erstaunt es immer wieder und es ist eine Freude, wenn Lerner nach etwa fünf Monaten die Texte ihres Spezialgebietes mit befriediedigenden Ergebnissen zu lesen im Stande sind.
Wir haben die im ersten Kurs benutzen Materialien als Selbstlernlehrbuch herausgegeben. Von 1995 an gab es dann an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät fast jedes Jahr einen Sprachkurs "Alemão Jurídico". Seit 2007 wurde daraus ein Wahlfach im 4. Semester, eine sicherlich interessante Aufgabe, jedoch mit einem anderen Publikum, was verlangt, dass neben der Lesegrammatik auch andere Inhalte wie eine Einführung in die deutsche Kultur und das Rechtssystem Berücksichtigung finden. Nullanfänger wären dabei überfordert. Die traditionelle Arbeit mit Forschern läuft auf privater Ebene weiter, etwa im Rahmen des Sprachenzentrums an der Uni.

Kurse an einer Uni in Lissabon, 200 km von Coimbra entfernt, wurden von mir im B-Learning Modus organisiert. Alle zwei Wochen gab es Präsenzunterricht, dazwischen fand - in fortgeschrittenem Stadium auch mit individualisierten Inhalten - die Arbeit auf der Lernplattform Moodle statt. Es hat sich gezeigt, dass man bei diesem Publikum auf eine reiche Erfahrung der Arbeit mit Computer und Internet zurückgreifen kann, so dass die befremdende Lernumgebung relativ leicht akzeptiert wird und die Orientierung keine allzu groβen Reibungsverluste mit sich bringt. Die Vorteile, jeweils dann arbeiten zu können, wenn man Zeit dazu frei machen kann, wissen solche Lerner zu schätzen, die häufig verantwortungsvolle Positionen in der Lehre, in Anwaltsbüros oder in der Verwaltung einnehmen.

Ein E-Learningkurs “Alemão Jurídico” baut auf diesen Erfahrungen auf. Er wird vom Fernlehre-Programm der Universität Coimbra UC_D angeboten (das “D” steht für “distância”) und hat bisher, Februar 2013, zwei Auflagen hinter sich. Zielgruppe sind dabei besonders auch brasilianische Juristen. Sehr viele Brasilianer kommen für ihre Forschungen nach Coimbra, aber auch in Brasilien selbst wird die deutsche Lehre hoch gehalten und ein Einblick in sie häufig vorausgesetzt. So war es nicht weiter erstaunlich, dass sich die Gruppen zum Groβteil aus Brasilianern zusammensetzten. Bisher hat die Zahl der Bewerbungen stets die der vorhandenen Kursplätze überschritten.
Der Kurs vermittelt in 5 Modulen von je 3 Wochen und einem vorausgesetzen Einsatz von 1,5 bis 2 täglichen Arbeitsstunden zunächst die Grundlagen einer Lesegrammatik. Die letzten zwei Module sind flexibel gehalten und beziehen sich auf die Themen und Texte, die im Zusammenhang mit den Forschungsschwerpunkten der Teilnehmer stehen. Dabei werden die Stilmittel der verschiedenen Textsorten “entdeckt”, die Grammatikregeln vertieft und das Fachvokabular geübt.
Ankündigung des Kurses: ALEMAOJURÍDICO
Beschreibung des Kurses: KURSBESCHREIBUNG (Portugiesisch, auf S. 11 der Publikation).

Auch in anderen Universitäten Portugals gab oder gibt es Lesekurse für Juristen. An der Universiät Minho in Braga war eine vom DAAD entsendete Fachlektorin tätig, und auch nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wird "Alemão Jurídico" als Wahlpflichtfach angeboten. Freikurse gab es an der Universität Porto. In allen Fällen richteten sich Methode und Inhalte nicht ausschlieβlich an fortgeschrittenen Deutschlernern aus.
Die Abkürzung zum Lesen von wissenschaftlichen Fachtexten ist ein gehbarer Weg - kein Königsweg, sondern ein aus der Not geborener. Aber "der Rest" der deutschen Sprache lässt sich parallel oder später immer noch aneignen. So werde ich, wenn ich sie nach Jahren wieder sehe, von ehemaligen Kursteilnehmern gelegentlich auf Deutsch angesprochen: das haben sie garantiert nicht bei mir gelernt. Aber vielleicht haben sie den Anstoβ dazu in "Alemão Jurídico" bekommen.

Jahrestreffen der Lektorinnen und Lektoren in Italien - Pisa 2011 -

14.01.12, 01:33:06 von poseidon
Vom 2. bis 4.Dezember 2011 fand in Pisa das Jahrestreffen der in Italien tätigen DaF-Lektoren statt.


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Doch wer würde vermuten, dass gerade im universitären Bereich, in dem sich die viel beschworene wirtschaftliche Krise Südeuropas deutlich bemerkbar macht, eine bildungspolitisch wenig relevante Gruppe wie die der Fremdsprachenlektoren einem Superlativ dauerhafte Blüte verschafft hat?


Seit 10 Jahren findet in Italien alljährlich eine vom DAAD und vom Auswärtigen Amt finanzierte Jahrestagung der deutschen Lektorinnen und Lektoren statt. Im Wechsel richten die Kollegen unterschiedlicher Universitäten die Konferenz zu jeweils aktuellen Themen der DaF-Didaktik aus. Teils werden Gäste aus Deutschland oder Italien zu Vorträgen eingeladen, teils bieten Kollegen selbst Workshops an. Unabhängig von Themenstellung und Veranstaltungsort erfreut sich diese Tagung großer Beliebtheit. Die Lektoren erscheinen dort stets sehr zahlreich, aber auch Professoren lassen sich gerne zu Vorträgen einladen. Denn längst gilt die Tagung als eine Möglichkeit zu Begegnung, zu Diskussion und Austausch über didaktische Themen.


Im Jahr 2011 fand das Jahrestreffen in Pisa statt. Dort sprach Stephan Walter (Mainz) über das Thema "Stresstest, Pleite-Schock und Rettungshebel: Zur deutschen Sprache in Zeiten der Krise". Er befasste sich darin mit der sprachlichen Umsetzung des Wortes Krise, würzte seinen Vortrag mit interessanten und witzigen Beispielen und erläuterte, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache das Wort des Jahres wählt. In einem sehr klaren, gut strukturierten Vortrag mit den Titel "Wo spricht man eigentlich Sächsisch? Dialektsympathie und sprachgeographisches Wissen linguistischer Laien" stellte Albrecht Plewina (Mannheim) eine dialektologisch relevante Untersuchung zu den Wissensbeständen über Regionalsprachen vor. Schließlich informierte Hans-Ulrich Treichel (Leipzig) unter dem Titel Schreiben lehren - Schreiben lernen über die Arbeit am deutschen Literaturinstitut.


Auch bot das Programm drei Workshops: Silvia Fischer (Modena) arbeitete mit einer Gruppe von Kollegen zum Thema "Sprechhemmungen beim Präsentieren überwinden", Katrin Junge (Urbino) verriet wie man die die Informationsflut im Internet bewältigt und Andrea Birk (Bologna) stellte "Poseidon - Ein südeuropäisches Projekt" vor, im Rahmen dessen ein neues gemeinsames Netzwerk von Lektoren aus Italien, Spanien und Portugal entstehen soll. Ein erster Schritt in Richtung dieses Südeuropagedankens wurde auf der Tagung in Pisa bereits getan: Ein Gast aus Portugal, Michael Laub, Lektor in Vila Real, berichtete über den Deutschunterricht an den Universitäten auf der iberischen Halbinsel.


Italien, ein Land der Widersprüche. Denn im verborgenen Bereich einer akademisch nur wenig anerkannten Kategorie konnte mithilfe des DAAD und des Auswärtigen Amtes eine Tagung entstehen, deren Qualität sich am besten an der Begeisterung messen lässt, mit der sie alljährlich ausgerichtet wird. Inzwischen geht diese Tradition ins zwölfte Jahr.


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Projekte

21.10.11, 22:12:58 von poseidon
Projektarbeit ist oft das Salz in der Suppe. Viele Lektoren haben Projekte in ihren Unterrichtsalltag integriert, die bisher oft nur im Verborgenen blühen. Dies wollen wir ändern! Deswegen freuen wir uns über jedes Projekt, das hier vorgestellt wird.


Projekte und andere Initiativen findet man auf der Webseite des Europäischen Netzwerkes Deutsch als Fremdsprache: EURNETZWERKDAF

Gerne können sich bei uns auch Lektoren melden, die einen Projektpartner in Italien, Spanien und Portugal suchen.


Hier ein Beispiel für ein Mailprojekt zwischen Studenten aus Japan (Nagoya) und Portugal (Vila Real):
MAILPROJEKTJPNPOR

Remigranten im DaF-Unterricht

21.10.11, 22:12:37 von poseidon
Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz wäre ohne den Beitrag der Arbeitsmigranten nicht möglich gewesen. Millionen Menschen sind in den Norden ausgewandert, auch aus Italien, Spanien und Portugal. 1955 trat das deutsch-italienische Anwerbeabkommen in Kraft, 1960 das deutsch-spanische und 1964 das deutsch-portugiesische.


Heute studieren viele Studenten an südeuropäischen Hochschulen, die in deutschsprachigen Ländern aufgewachsen sind. Ihre Deutschkenntnisse entsprechen oft den Niveaustufen C1/C2. In Portugal gehört es zum Unterrichtsalltag Studenten zu betreuen, die in Deutschland, der Schweiz oder Luxemburg den Grossteil ihres Lebens verbracht haben.


Wie kaum ein anderes Land Europas wurde Portugal von einer Auswanderungswelle geprägt, zwischen 1960-1974 haben rund 1,5 Millionen Portugiesen das Land verlassen - und das bei einer Gesamtbevölkerung von gut 10 Millionen. So haben rund 20% der Einwohner Luxemburgs portugiesische Wurzeln.

In vielen portugiesischen Städten findet man Denkmälern, die den Auswanderern gewidmet sind.

Denkmal in der nordportugiesischen Kleinstadt Tarouca:


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Ein interessantes Infoportal zur Jugendsprache in urbanen Wohngebieten mit hohem Migrantenanteil ist "kiezdeutsch".
KIEZDEUTSCH

Deutsch an Schulen

21.10.11, 22:12:05 von poseidon
Nicht nur der universitäre Deutschunterricht ist einem stetem Wandel unterworfen. Auch in den Schulen wird Deutsch gelehrt. Oder vielleicht nicht mehr?


Hier soll dargestellt werden, ob und wie Deutsch im Schulsystem Italiens, Spaniens und Portugals verankert ist.


In Portugal boten vor zehn Jahren noch viele Sekundarschulen Deutsch an. Die Germanistikabteilungen der Universitäten bildeten in erster Linie zukünftige Deutschlehrer aus. Heute ist das anders, es gibt nur noch wenige Sekundarschulen, an denen Deutsch gelehrt wird. Und da keine Deutschlehrer mehr benötigt werden, findet an den Hochschulen fast keine Deutschlehrerausbildung mehr statt.

Ein Pilotschulnetzwerk des Goethe-Institutes ist inzwischen ein wichtiger Pfeiler des Deutschunterrichts an portugiesischen Sekundarschulen. 25 Pilotschulen werden in diesem Projekt gefördert.
GOETHEPILOTSCHULEN


Ein interessantes Projekt, das Deutsch Schülern näher bringen soll, gibt es in Italien. Dort haben das Goethe-Institut Italien, die Deutsche Botschaft, die Schweizerische Botschaft, der DAAD, das Österreichische Kulturforum Rom und andere Partner eine Werbekampagne für Deutsch an italienischen Schulen ins Leben gerufen.
Im Rahmen des Projekts "Deutsch-Wagen" besuchen drei Sprachassistentinnen des DAAD Schulen in Italien und bieten bei ihren Schulbesuchen u.a. Schnupperstunden und Workshops an. Standorte der "Deutschwagen" sind Hochschulen in Rom, Neapel und Mailand, koordiniert wird das Projekt vom Informationszentrum des DAAD in Rom und dem Goethe-Institut. Bis Ende November 2011 haben die drei Deutschwagen bereits rund 90 Schulen besucht.






Die drei Pilotinnen der Deutschwagen:




Von links nach rechts: Stefanie Mathias (Deutschwagen Mittelitalien), Susanne Rieder (Deutschwagen Süditalien) und Sabine Schrenk (Deutschwagen Norditalien)



Mehr Informationen zum "Deutsch-Wagen" findet man auf der Webseite des Goethe-Instituts in Italien.
DEUTSCHWAGEN

Informationszentrum des DAAD in Rom:
IC-ROM


Am 5.Dezember 2012 berichtet TV Canale 2 über den Erfolg des Deutsch-Wagen:



Auch in der Niederlande, Frankreich und Polen sind solche Deutschmobile unterwegs, auf der Iberischen Halbinsel bisher nicht.


Hier ein Beitrag zu den Deutschmobilen in Polen:





In Europa lernen immer weniger Schüler Deutsch, dagegen steigt bei Erwachsenen die Lernerzahl. Vor allem in Südeuropa lernt man in der Schule kaum noch Deutsch.
Am 14.Dezember 2011 berichtet die Süddeutsche Zeitung über diesen Trend:
SZ-ARTIKEL


Wird er in der Schule bald Deutsch lernen? Aufgenommen in der transmontanischen Kleinstadt Boticas:



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